Schritt eins: Liquidation über das öffentliche Buch
Sinkt der Kontowert unter die Maintenance Margin, sendet Hyperliquid Market-Orders über die volle Positionsgröße ins Orderbuch. Diese können ganz oder teilweise gefüllt werden. Reicht das Geschlossene aus, um die Anforderung wieder zu erfüllen, bleibt die verbleibende Sicherheit beim Trader.
Das ist die beste Eigenschaft des Designs. Weil der Liquidationsflow ins öffentliche Buch geht, kann jeder Teilnehmer darum konkurrieren — und anders als an zentralen Börsen wird dem liquidierten Konto keine Abwicklungsgebühr berechnet.
Teilliquidationen über 100k USDC
Bei liquidierbaren Positionen über 100.000 USDC werden nur 20 % der Position als Liquidations-Market-Order gesendet. Nach einem Block, in dem eine Position eines Nutzers teilliquidiert wurde, gilt ein Cooldown von 30 Sekunden; in diesem Fenster decken Liquidationsorders für diesen Nutzer die gesamte Position ab.
Der Effekt ist geringerer Markteinfluss großer Zwangsausstiege — was allen zugutekommt, die dasselbe Asset handeln, nicht nur dem liquidierten Konto.
Schritt zwei: Backstop-Liquidation über den Liquidator-Vault
Fällt das Eigenkapital ohne erfolgreiche Buchliquidation unter zwei Drittel der Maintenance Margin, übernimmt der Liquidator-Vault, eine Teilstrategie von HLP, die Position. Bei einer Cross-Position gehen alle Cross-Positionen und die Cross-Margin an den Liquidator über — ohne isolierte Positionen bedeutet das null Kontowert. Eine isolierte Backstop-Liquidation überträgt nur diese Position und ihre isolierte Margin.
Entscheidend: Bei der Backstop-Liquidation wird die Maintenance Margin nicht zurückgegeben — der Vault braucht diesen Puffer, damit Backstop-Liquidationen im Mittel profitabel sind. Sie zu vermeiden ist das konkrete Argument für Stop-Loss oder manuellen Ausstieg, bevor der Mark-Preis den Liquidationspreis erreicht. Der Ertrag daraus fließt an HLP-Einleger, nicht an einen privilegierten Market Maker.
Ausgelöst wird über den Mark-Preis, nicht über das Buch
Liquidationen nutzen den Mark-Preis, der externe CEX-Preise mit dem Buchzustand von Hyperliquid mischt und den Auslöser damit robust gegen einen einzelnen Docht macht. In volatilen Phasen oder bei hohem Hebel kann der Mark-Preis merklich vom Buchpreis abweichen — präzises Monitoring braucht also die Mark-Preis-Formel, nicht den letzten Trade.
Der angezeigte Liquidationspreis hat die Sicherheit deines Einstiegs, kann sich aber mit Funding-Zahlungen und — bei Cross — mit dem unrealisierten PnL deiner anderen Positionen verschieben.
Warum Liquidationsrisiko die Basket-Konstruktion bestimmt
Eine Liquidation ist kein Drawdown, den man aussitzt. Sie entfernt dauerhaft das Kapital, das weiter verzinst hätte — deshalb ist ein einzelner kopierter Leader, der hochgeht, durch spätere gute Monate nicht reparierbar.
Überlebensfähigkeit ist im Trader-Scoring deshalb eine harte Untergrenze statt eines gewichteten Faktors, und jeder gespiegelte Leader läuft in einem eigenen Sub-Account, damit die Liquidation eines Leaders nicht die Margin eines anderen verzehrt.
Gehebelte Perpetual Futures bergen ein erhebliches Verlustrisiko bis zum Totalverlust. Vergangene On-Chain-Performance ist keine Prognose, und HyperMirror gibt keine Rendite- oder Kapitalgarantie.